LEISTUNGEN DER ZAM eG

Die ZAM eG wird (zunächst) die Auslagerung auf die Fiducia & GAD IT AG steuern, sowie die Gruppenmitglieder der Fiducia, die Aufgaben im Rahmen der Weiterverlagerung übernehmen. Sie unterstützt weiterhin die interne Revision der Auslagerungsbanken bei deren Prüfmaßnahmen durch Berichtsauswertung und Zulieferung geeigneter Dokumentationen (eigenständige (Teil-)Auslagerung/Unterstützungsleistung).

Die ZAM eG bereitet sich bereits darauf vor, gegebenenfalls – nach einer Anlaufphase in 2021 – auch weitere Auslagerungen zu steuern. Hierüber ist aber in der Folge durch gesonderte Beschlussfassung zu entscheiden.

Darüber hinaus stellt die ZAM ihren Mitgliedern kostenfrei ein Auslagerungsregister zur Verfügung, auf dem die Institute Ihre übrigen Auslagerungen steuern können. Das Führen dieses Registers wird mit der Novellierung der MaRisk für alle Institute obligatorisch (s. a. EBA Guideline zum Auslagerungsmanagement). Ein solches Register würde ansonsten Lizenz- oder Aufbau- und Pflegekosten konsumieren, die sicherlich mehrere 1.000 Euro pro Jahr bedingen würden.

Ja, denn tatsächlich ist dieses Lösungsangebot losgelöst und eigenständig zu behandeln. Die ZAM sieht es als Teilauslagerung/Unterstützung der IR der Bank.

Im Vorprojekt wurden diese Aufgaben nicht der ZAM eG zugeschrieben. Der Umgang, gerade auch mit einer möglichen Auswertung der Testberichte, soll gegebenenfalls noch geprüft werden.

ZAM übernimmt das zentrale Auslagerungsmanagement, nicht das Informationssicherheitsmanagement oder die Aufgaben des allgemeinen Risikomanagements/OpRisk. Die Schnittstelle zum Informationssicherheitsmanagement/OpRisk wird aus dem Blickwinkel des Auslagerungsmanagements betrachtet. Der Informationssicherheitsbeauftragte und das Risikomanagement/OpRisk sind weiterhin bankindividuell erforderlich.

Im Katalog aus dem Vorprojekt sind allerdings Tätigkeiten zur Aufbereitung der Ergebnisse für das Risikomanagement mit Bankindividualisierung als auch eine konzeptionelle Unterstützung Banken bei der Methodik für Schutzbedarfsanalyse und Soll-Ist Abgleich (Schnittstelle zw. Fiducia GAD und Bank) eingeplant. Details sind gerade in der Klärung.

Diese Auswertung ist eine der großen Herausforderungen für die ZAM eG. Um diese Auswertungen kapazitär beherrschen zu können ist eine elektronsiche Verarbeitung zwingend. Die Ausgestaltung der IT Plattform der ZAMeG (Auslagerungsregister) wird sich dieser Herausforderung stellen. Die Umsetzung gerade in der Schnittstelle zu den Systemen der Fiducia & GAD mag noch Zeit und Aufwand in Anspruch nehmen. U.a. hierzu wurde bereits ein Regel-Jour-Fix zwischen der ZAM eG und der Fiducia & GAD initiiert und erste Analysen beauftragt.

Vornehmlich elektronisch über ein Auslagerungsmanagement Tool (Auslagerungsregister).

KOSTEN, PREIS, BUSINESS PLAN

Der Business Plan (BP) fußt zunächst auf der Annahme, dass 299 Banken der ZAM eG beitreten und ihre Leistungen in Anspruch nehmen werden. Darauf fußend und einem kontinuierlichen Wachstum durch neue Mitglieder gehen wir von einem Jahresüberschuss nach Steuern von +49 (2021), +111 (2022), +86 (2023), +116 (2024) und +134 (2025) aus.

Bei der Erstellung des BP wurden drei Szenarien ermittelt („Worst-“ , „Base-“ und „Best-“ Case). Um einen weder zu agressiven noch zu konservativen BC zur Gundlage zu machen, wurde im Sinne des „vorsichtigen Kaufmanns“ und der genossenschaftlichen Werte der „Base-Case“ dem Aufbau und der Preisfindung zu Grunde gelegt.

Sofern höhere Erträge anfallen sollten (etwa durch Lernkurveneffekte oder Stückkostendegression), werden diese im Wege der genossenschaftlichen Rückvergütung an die Mitglieder ausgekehrt werden („Cost+“ Modell der ZAM eG). Alternativ könnte damit eine Erweiterung des Geschäftszwecks finanziert werden.

BilanzsummePreis p.a.

< 150 Mio.

4.950
150 bis 299 Mio.6.550
300 bis 999 Mio.9.050
1.000 bis 2.999 Mio.11.550
> 3.000 Mio.16.550

Das Preismodell beruht auf einer Aufwandsschätzung bei Teilnahme von 300 Banken. Bei 300 Banken benötigt die ZAM ca. 20 Mitarbeiter. Lohnkosten wurden auf Basis Bruttolohn/Vollkosten mit 160% berechnet.
Bei einer höheren Mitgliederzahl sind weitere Synergieeffekte zu erwarten, so dass sich die Aufwände nicht linear erhöhen würden.
Das Preismodell wurde nach einem Cost+ Ansatz bestimmt (ca. 2, 9 Mio. bei 300 Banken).
Das Instrument der genossenschaftlichen Rückvergütung ermöglicht Rückzahlungen, wenn die Aufwände niedriger ausfallen und/oder den Ausbau der Leistungen, wenn die Mitglieder der Genossenschaft Bedarf sehen.

Zugrunde liegt die Zusammenstellung der bündelbaren Aufgaben des Auslagerungsmanagements im Vorprojekt zur SSE (RS des BVR vom 13.05.2020), die unter Beteiligung der Verbände und Dienstleister erstellt wurde.

Aufsichtsrechtlich fordert die Aufsicht von jeder Bank eine umfangreiche Steuerung und Überwachung der Auslagerung. Einige Aufgaben im Auslagerungsmanagement sind bei ein und derselben Auslagerung kaum von der Größe der Bank abhängig, andere hingegen schon.

Damit wurde ein Sockelbetrag für jede Bank auf Basis der vergleichbaren Aufwendungen ermittelt, sowie ein bankenindividueller Aufschlag. Der Aufschlag wurde aus Gründen der Vereinfachung auf die Kenngröße Bilanzsumme gelegt, obwohl auch Banken mit kleiner Bilanzsumme (aber mit dem gesamten Leistungsspektrum) höhere IT-Nutzungsumfänge als Banken mit zwar großer Bilanzsumme aber eingeschränktem Leistungsumfang haben können.

Schlussendlich wurde eine Preisdifferenzierung vorgesehen, um kleineren Banken entgegenzukommen.

Die Preise verstehen sich zzgl. MwSt.

Wir gehen von ca. 20 MA (bei 300 Mitgliedern) aus, die folgende Qualifikationsprofile haben sollten:

– Juristen
– IT-Spezialisten
– Banking Spezialisten (vornehmlich Volksbanken Raiffeisenbanken)
– Revisoren
– allgemeine Verwaltung

Wir gehen davon aus, dass die MA vornehmlich entweder eine akademische Ausbildung haben oder langjährige Erfahrungen in einschlägigen Berufsfeldern nachweisen können.

Die ZAM eG wird ein eigenes IKS aufbauen. Eine unabhängige Prüfungsinstanz wird die Qualität der ZAM eG i. S. d. IKS überprüfen (IDW 951), die Systeme werden nach IDW 880 zertifiziert werden. Die Beauftragung der Prüfungsinstanz erfolgt durch das Steuerungsgremium der Gesellschaft (s. a. Satzung).

WARUM DER ZAM eG BEITRETEN?

Monetär:
Da die Auslagerung der IT an die Fiducia & GAD fast alle Bereiche des Bankgeschäfts betrifft, fordert die Aufsicht umfangreiche Aktivitäten jeder Bank oder alternativ über eine zentrale Einheit. Die bisher von den Banken erbrachten Aufgaben im Auslagerungsmanagement (Berichtsauswertung) reichen nach Einschätzung der Aufsicht nicht aus. Die Projektarbeit hat gezeigt, dass eine zentrale Lösung deutliche Kostenvorteile bietet.

Die ZAM eG wird darüber hinaus ihren Mitgliedern/Kunden ein Auslagerungsregister zur Verfügung stellen. Dieses ist in 2021 durch die EBA Guideline zum Auslagerungsmanagement zwingend durch alle Institute einzuführen. Die Kosten eines Registers betragen i. d. R. schnell einige 1.000 Euro pro Jahr.

Qualitativ, insbesondere Interessenvertretung der Banken:
Die Professionalisierung der Überwachung der Auslagerung sollte in der Konsequenz zu einer besseren Qualität der Dienstleistung der Fiducia & GAD IT führen. Über die ZAM erfolgt eine verbesserte Steuerung der Fiducia & GAD durch Bündelung der Interessen der Primärinstitute in einer Hand: Treten Mängel in der Leistungserbringung bei mehreren Banken auf, kann dies die Einheit gut beurteilen und mit einer Stimme gebündelt auf die Fiducia & GAD zugehen. Die ZAM wird hier durch ein nach Region und Größe proportional mit Genossenschaftsbanken besetztes Steuerungsgremium unterstützt.

Dies hängt vom Reifegrad des Auslagerungsmanagements im jeweiligen Institut ab.

Folgt man der Einschätzung der Aufsicht und den Analysen des Vorprojekts zum Aufbau einer Shared Service Einheit zum Auslagerungsmanagement, so bietet die Nutzung der Leistungen der ZAM geschätzt einen Entlastungseffekt von ein bis zwei Mitarbeiterkapazitäten, die die Bank benötigen würde, wenn Sie diese Aufgaben ohne Unterstützung selbst wahrnimmt.

Darüber hinaus kann der Lizenz- oder Entwicklungs- und Pflegeaufwand für das Auslagerungsregister nach der EBA Guideline eingespart werden.

Die ZAM eG übernimmt das zentrale Auslagerungsmanagement für die Auslagerungsbeziehung der Fiducia & GAD. Hintergrund sind die Erkenntnisse aus der 44er-Prüfung der IT und des Auslagerungsmanagements bei einem geprüften Institut (umfangreiche Kontrollaktivitäten wegen komplexer Struktur des Zusammenwirkens mit der Fiducia & GAD).

In Gremien wurde ein weitergehendes zentrales Auslagerungsmanagement andiskutiert, aber eine Entscheidung speziell für die Auslagerungsbeziehung zur Fiducia & GAD getroffen.

Die Genossenschaft bereitet sich beim Aufbau darauf vor, dem Ruf nach einem Auslagerungsmanagement zu weiteren Auslagerungen zukünftig Rechnung tragen zu können und das auch in der Satzung entsprechend verankern zu können. So wird die ZAM bereits in 2021 eine IT-Lösung für das Auslagerungsregister i.S.d. neuen EBA Guideline zur Verfügung stellen.

Letztlich ist es in der Folge eine Entscheidung der Genossenschaft, ob, wann und wie sie ihren Geschäftzweck ausweitet.

Grundsätzlich sind Weiterverlagerungen in Richtung der Gruppenunternehmen vom Leistungsumfang umfasst. So ist die parcIT grundsätzlich umfasst, sofern es die Leistungen betrifft, die vom Auslagerungsvertrag zwischen Fiducia & GAD und Bank (unser Kenntnisstand) geschlossen wurden. Genauso verhält es sich mit der Ratiodata, z. B. bei Netzleistungen, die über die Fiducia & GAD Leistungsscheine abgedeckt werden.

Die Besonderheit ist, dass die Fiducia & GAD derzeit ihr Produkt- und Preismodell umstellt und noch nicht alle Vetragsbestandteile und Leistungsscheine vorliegen und geprüft werden konnten. Daher sind Detailaussagen hierzu noch unter einen Prüfungsvorbehalt zu stellen.

Es ist aber darauf hinzuweisen, dass Einzelverträge mit Töchtern der Fiducia & GAD – etwa Serviscope oder auch Ratiodata – nicht umfasst sind.

Auf Nachfrage hat sich folgendes Bild ergeben: Für 2020 wird der AK OR seine Auswertungsempfehlung noch anbieten, das weitere Vorgehen ab 2021 befindet sich in Prüfung. Die Berichtsauswertung der ZAM im Sinne einer Auslagerungsleistung (Ziel zentrales Auslagerungsmanagement) hat einen anderen Stellenwert als die Auswertungsempfehlung (reine Unterstützung/Vorarbeit, Auswertung selbst nimmt Bank vor).

Die DZ CP ist ein Tochterunternehmen der DZ BANK, beide sind zudem selbst Auslagerungsunternehmen. Hieraus ergibt sich spätestens dann ein Interessenskonflikt, wenn Auslagerungsbeziehungen der Banken zur DZ CP in den Geschätfszweck der ZAM eG einbezogen werden.

Zudem steht es unserer Meinung nach der DZ CP als Auslagerungsunternehmen und Tochter der DZ BANK nicht zu, ein anderes großes Auslagerungsunternehmen zu steuern und zu überwachen. Auch hier wären verschiedene Konflikte vorprogrammiert.

Auf Bitten des Verbundes hat sich die DZ CP bereit erklärt, das Umsetzungsprojekt zum Aufbau der ZAM eG zu leiten und die eigene Expertise einzubringen (Verbundnutzen). Die DZ CP wird sich nach Aufbau der ZAM eG zurückziehen. Eine gesellschaftsrechtliche „Verquickung“ ist ausgeschlossen.

PROZESS DES BEITRITTS UND DER BEAUFTRAGUNG

Nein!
Die Absichtserklärung bindet die Bank in keiner Weise. Sie ist eine unverbindliche Interessensbekundung zum Beitritt und ermöglicht der ZAM eG der Bank Informationsmaterial und das Beitrittsformular zu übersenden. Die ZAM eG wird keinerlei Rechtsfolgen aus dieser unverbindlichen Interessensbekundung geltend machen.

Ggf. können Sie auch an info@zam-eg.de zunächst nur die Bitte richten, Ihnen die weiteren Unterlagen (Beitrittserklärung/Satzung/Leistungsübersicht) zuzusenden, sobald diese zur Verfügung stehen.

Die ZAM eG wird die Beitrittsunterlagen zusammen mit dem Versand des Beitrittsformulars versenden, sobald die eG in das Genossenschaftsregister eingetragen ist.

Die Satzung der eG kann bereits bei der ZAM angefordert werden und ist auf der Homepage unter dem Reiter „Unternehmen/Satzung“ einsehbar. Auch ein Entwurf des Auslagerungsvertrags ist hier veröffentlicht sowie weitere Informationen rund um die Gründung.

Die Adresse der Homepage lautet: www.zam-eg.de
Die E-Mail der ZAM eG lautet: info@zam-eg.de

Die Abgabe der Absichtserklärung sollte nach Möglichkeit im Laufe des 3. Quartals erfolgen. Beitritte zur eG in 2020 sind nach derzeitigem Stand bis November möglich.

Die Beteiligung an eG und Auslagerung sind formal zwei voneinander unabhängige Schritte:

1. Es ist ein Beteiligungsbeschluss herbeizuführen (zuerst oder parallel möglich). Dieser erfüllt noch nicht den Tatbestand der Auslagerung. Wichtig: i. d. R. ist die Zustimmung des Aufsichtsrats notwendig (s. a. Mustersatzung). Dies bedingt einen gewissen Vorlauf. Ein Muster für einen AR Beschluss kann bei der ZAM eG angefordert werden.

2. Es ist ein Auslagerungsbeschluss herbeizuführen (auch im Nachgang zur Beitrittserklärung möglich). Der Auslagerungsbeschluss ist nötig, wenn der Auslagerungsvertrag unterschrieben wird (= separater Vertragsschluss).

Gemäß aktueller MaRisk handelt es sich bei den Leistungen erst ab 01. Januar 2021 nach unserer Einschätzung um eine wesentliche Auslagerung.

Nein, der Beschluss zum Beitritt ist ein formal getrennter Akt. Richtig ist, dass die Inanspruchnahme obligatorisch ist.
Da die Auslagerung schuldrechtlich und aufsichtsrechtlich ein gesonderter Akt darstellt, wird es einen eigenständigen Auslagerungsvertrag geben. Dieser wird durch den AK Vertragsprüfung beim DGRV geprüft werden.

Ja.

Gemäß aktueller MaRisk handelt es sich bei den zu erbringenden Leistungen der ZAM eG nach unserer Einschätzung insgesamt um wesentliche Auslagerungsleistungen.

Die ZAM eG bietet neben der Dienstleistung der Auslagerungssteuerung auch ein Auslagerungsregister (als „Software as a Service“ / SaaS) und Dienstleistungen zur Unterstützung der internen Revision ihrer Kunden an.

Zur Unterstützung in der Erstellung der Risikoanalysen vor Auslagerung haben wir eine Musteranalyse pro Dienstleistung erstellt. Diese können aber nur die eigene Einwertung der Bank unterstützen und sind unbedingt auf das Institut zu überprüfen und zu bearbeiten. Hierfür haben wir eigene Bearbeitungsfelder angelegt. Die institutseigene Risikoanalyse vor Auslagerung ist entsprechend zu dokumentieren.

 Muster Risikoanalyse_SaaS_V_0.1

 Muster Risikoanalyse_AM_V_0.1

 Muster Risikoanalyse_IR_V_0.1

Der AK Outsourcing wird sich in seiner Herbstsitzung mit den Leistungen der ZAM mit Blick auf die Übersicht der ausgelagerten Geschäftsprozesse auseinandersetzen. Die ersten Leistungen in 2020 (Vorbereitung der Risikoanalyse) stellen voraussichtlich eine Unterstützungsleistung und noch keine Auslagerung dar.

Der Vertrag berücksichtigt die Anforderungen an Auslagerungsverträge und orientiert sich an den Mustern des AK Outsourcing. Eine Vertragsprüfung durch den AK Vertragsprüfung beim DGRV wird angestrebt.

Nein, denn anzuzeigen ist nach § 24 Abs. Nr. 13 KWG nur der Erwerb einer bedeutenden Beteiligung. Dies sind Beteiligungen, die min. 10 % des Kapitals oder der Stimmrechte an dem beteiligten Unternehmen ausmachen.

Die Auslagerung ZAM erfordert keinen NPP, da es sich um keine Geschäftsaktivität der Bank handelt. Allerdings ist natürlich eine Auslagerungsanalyse erforderlich und auch eine Analyse nach AT 8.2 MaRisk ist empfehlenswert.

Die Analyse nach AT 8.2 MaRisk ist empfehlenswert.

Zum 1. Januar 2021, sofern das Institut der ZAM eG beigetreten und den Auslagerungsvertrag unterzeichnet hat.

Noch nicht, er wird aber zeitnah eingereicht und geprüft werden. Dies ist bereits abgestimmt.

Ja, die Dienstleistungen sind eigenständige, nach unserer Ansicht wesentliche Auslagerungen. Arbeitshilfen finden Sie unter der Frage: „Stellt die Übernahme des Auslagerungsmanagements durch die ZAM eG selbst wieder eine Auslagerung dar? Erhalte ich dazu noch Informationen?“

Im Rahmen der Prüfung des Arbeitskreises sind noch Verbesserungsvorschläge adressiert worden um das Vertragswerk zu verbessern. Auch sind einige sprachliche und redaktionelle Verbesserungen zum Vertrag sichtbar geworden. Im Rahmen einer abgestimmten Anlage zum Vertrag werden diese im Ergebnis geheilt werden. Die ZAM eG wird diese Hinweise vollumfänglich gegen sich gelten lassen, so dass neben der salvatorischen Klausel auch eine vertragliche Heilung etwaiger Unklarheiten erfolgen wird. Die Parteien und die AK Vertragsprüfung arbeiten mit Hochdruck an diesem Thema.

Insgesamt haben wir uns dazu entschieden, die ersten Webinare „Initialschulung zum Auslagerungsregister“ für Kunden anzubieten, die bereits einen Vertrag an uns gesendet haben. Hintergrund für diese Vorgehensweise ist, dass wir detailliert die Nutzung unserer Software beschreiben und der Effekt „verpufft“, wenn anschließend kein eigener System-Zugriff besteht. Direkt nach der Schulung sollte in der Bank die Ersteinrichtung des Systems erfolgen. Da die Schulung und der Rollout ehedem sukzessiv geschehen muss, um die beteiligten Parteien nicht zu überfordern, haben wir erste Schulungstermine publiziert. Wir werden auch im März noch Termine anbieten, um alle Kunden angemessen zu berücksichtigen.

DIVERSES

Die Sicherstellung der Qualität wird durch das Steuerungsgremium regelmäßig beauftsichtigt. Dieses beauftragt eine unabhängige Prüfinstanz zur Prüfung nach den gängigen IDW-Standards IDW 951 (Prüfung des ausgelagerten internen Kontrollsystems) und IDW 880.
Die ZAM eG wird ein geeignetes Berichtswesen aufbauen (Quartalsberichte etc.), um auch der Bank die notwendigen Kontrollen zu ermöglichen.

Die Besetzung der Gremien der Genossenschaft ist entsprechend der Vorgaben des Genossenschaftsgesetzes bei der Genossenschaft angesiedelt. Die Gründungsmitglieder sind die Holdings der Fiducia & GAD IT AG (GAD Beteiligungs GmbH & Co. KG, FAG Beteiligungs-GmbH & Co. KG Baden-Württemberg, FAG Holding GmbH & Co. KG sowie Bayerische Beteiligungsgesellschaft an der Fiducia & GAD IT AG GmbH & Co. KG).

Der Aufsichtsrat wurde von der Gründungsversammlung der ZAM eG gewählt. Die Besetzung und das vorherige Verfahren erfolgten richtigerweise über die Holdings.

Die Interessenvertretung der Banken zum Thema Auslagerungsmanagement gegenüber der Fiducia & GAD wird über das Steuerungsgremium koordiniert. Die Mitglieder müssen insbesondere Fachexpertise im Auslagerungsmanagement und IT-Management mit Blick auf die Leistungen der Fiducia & GAD mitbringen. Die stimmberechtigten Mitglieder (Vorstandsebene Primärbanken) des Steuerungsgremiums werden auf gemeinsamen Vorschlag der Gründungsmitglieder (den Holdings) vom Aufsichtsrat bestellt. Bei der Besetzung der Gremien wurde auf Proportionalität nach Region und Größe geachtet.

Bisher besteht kein Auslagerungsvertrag zwischen den Primärbanken und der ZAM eG, so dass es sich um eine rein informative Unterstützungsleistung zur Behebung der Prüfungsfeststellungen handelt. Die Primärbank muss sich selbst ein Bild von den Dienstleister-Risiken machen.

Der Dienstleister-Bericht der ZAM eG kann in der Primärbank, nachdem sich die Bank ein eigenes Bild gemacht hat, zur Vertiefung der bereits bestehenden Risikoanalyse für die Fiducia & GAD genutzt werden.

Als Basis für die Due Diligence wurden die dienstleisterbezogenen Fragen der BVR-Risikoanalyse verwendet und um die Themen der EBA/GL/2019/02 ergänzt. Aus Sicht der ZAM eG ist die Überleitung wie folgt möglich:

BVR RisikoanalyseDue Diligence Kategorie

Risiko, bei Ausfall (einschließlich unbeabsichtigter oder unerwarteter Beendigung) zeitnah die Tätigkeit nicht wieder selber durchführen zu können, so dass es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Geschäftsbetrieb kommt

Risiko Ausfallrisiko
Risiko eines erheblichen Reputationsschadens durch Schlechtleistung des DienstleistersRisiko Reputation
Qualität des internen Kontrollsystems des Dienstleisters (z.B. funktionsfähige interne Revision, angemessenes Risikomanagementsystem, angemessenes Notfallmanagement, angemessene IT-Sicherheit/Datenschutz)Risiko IKS
Risiko, dass bei einem Ausfall des Dienstleisters, an welchen das Institut eine Vielzahl von Aktivitäten und Prozessen ausgelagert hat (Risikokonzentration), zeitnah kein Ersatzanbieter zu finden ist und auch nicht zeitnah selber diese Tätigkeit durchführen kann, so dass es zu erheblichen Beeinträchtigungen im Geschäftsbetrieb kommt

UND

Risiko, dass durch eine Weiterverlagerung an einen Dritten ein höheres Risiko entsteht und die anderen Risikoparameter höher bewertet werden müssen

Risiko zusätzliche Faktoren

Die Darstellung der Fiducia & GAD und die in der Due Diligence gegebenen Antworten sind direkt in der Risikoanalyse der Primärbank zur Fiducia & GAD verwertbar.

Die Ergebnisse der Subdienstleister sollten ebenfalls in die Risikoanalyse der Primärbank zur Fiducia & GAD einbezogen werden. Dabei empfehlen wir zunächst die Due Diligence Prüfungen zu überprüfen und ggf. zu individualisieren. Anschließend können die Due Diligence Prüfungen als Anlage zur Risikoanalyse der Fiducia & GAD verwendet werden..

Diese Auslagerungsanalysen unterstützen die Bank im Auslagerungsmanagement 2020, ersetzen jedoch die eigene Auslagerungssteuerung nicht.

Über unser Kontaktformular

oder Über Frau Michaela Wolf
Tel: 069 5095 440-00
E-Mail: info@zam-eg.de

Die ZAM eG ist dem Schlüssel IHK: 6619 – „sonstige mit Finanzdienstleistungen verbundene Tätigkeiten“ zugeordnet.