Im Interview erläutern BVR-Vorstand Dr. Andreas Martin und der Projektleiter zur Gründung der Shared-Service-Einheit und Vorstand der ZAM eG (interimistisch) Jens Saenger von der DZ CompliancePartner die Vorteile der neuen Gesellschaft.

BI// Die aufsichtsrechtliche Prüfung der IT und des Auslagerungsmanagements gemäß § 44 KWG bei einem Institut und der Fiducia & GAD hat zahlreiche Feststellungen aufgeworfen. Wie ist der BVR damit umgegangen?

Martin// Im Rahmen der Sonderprüfung der IT und des Auslagerungsmanagements führte die Aufsicht aus, dass aufgrund der komplexen Struktur des Zusammenwirkens mit der Fiducia & GAD umfangreiche Kontrollaktivitäten durch jedes Institut erforderlich sind. Um eine möglichst hohe Qualität des Auslagerungsmanagements mit gleichzeitiger Effizienz für Institute und Fiducia & GAD zu erreichen, hat der beim BVR eingerichtete Lenkungskreis die Shared-Service-Einheit konzipiert. Die gewählte Rechtsform der eG, an der sich alle Mitgliedsbanken beteiligen können, soll die Unabhängigkeit dieser Einrichtung unterstreichen.

BI// Welche Vorteile ergeben sich für eine Genossenschaftsbank aus der Teilnahme und Mitgliedschaft in der ZAM eG?

Saenger// Die Nutzung der Leistungen der ZAM bietet geschätzt einen Entlastungseffekt von ein bis zwei Mitarbeiterkapazitäten, die die Bank benötigen würde, wenn Sie diese Aufgaben ohne Unterstützung selbst wahrnimmt. Tatsächlich brauchen diese Kapazitäten nunmehr nicht aufgebaut werden. Natürlich verbleibt für nichtbündelbare Aufgaben in der Bank ein Restaufwand. Dieser ist jedoch überschaubar und wird nur wenige Tagewerke pro Jahr ausmachen.

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Quelle: BankInformation – Ausgabe 8/20 – DG Verlag